Abschwitzdecke - ein Muss im Winter?


Es gibt sie in allen Farben, mit Fellrand, ohne Fellrand, mit schicken Mustern und natürlich mit und ohne Bauchgurten. Doch wie sinnvoll sind Abschwitzdecken wirklich?



Die Funktion einer Abschwitzdecke

Um die eingehende Frage beantworten zu können muss zunächst auf die Funktion der Abschwitzdecke geschaut werden. Die Abschwitzdecke ist dazu da das Pferd vor allem nach dem Training warm zu halten und gleichzeitig die Feuchtigkeit, den Pferdeschweiß, aufzunehmen. Zudem wird der typische Wasserdampf nach dem Training durch die Decke nach außen geleitet und soll somit zu einem schnelleren Trocknen führen.


Wann ist die Abschwitzdecke sinnvoll?


Gerade Pferde, die im Winter geschoren und/oder eingedeckt sind, neigen dazu zu frieren und den Rücken fest zu machen, sobald die gewohnte Decke abgenommen wird. Die Abschwitzdecke kann optimal auch beim Putzen oder auch bei einem Spaziergang aufgelegt werden, damit das Pferd nicht anfängt zu frieren. Vor allem die Nierenregion von Pferden ist sehr empfindlich und sollte niemals zu kalt werden. Eine Unterkühlung an dieser Stelle führt bei Pferden schnell zu Folgeproblemen, wie z.B. einer Nierenentzündung. Daher ist es durchaus sinnvoll auch vor dem Training eine Abschwitzdecke hinter den Sattel aufzulegen. Nach dem Training hat die Abschwitzdecke die bereits oben genannten Aufgaben und hilft dabei das Pferd schnell und schonend zu trocknen.

Wie lange sollte eine Abschwitzdecke aufliegen?

Gerade nach dem Training ist es wichtig die Decke nicht zu lange auf dem Pferd zu lassen, denn nach ca. 30-45 Minuten ist die Decke "gesättigt" und kann keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Dies ist abhängig von der Stärke des Nachschwitzens. Ist die Decke zu nass kannst du diese wechseln. Eine zu nasse Decke sollte nicht zu lang auf dem Pferd liegen bleiben, da der Effekt nicht mehr gegeben ist und das Pferd auskühlen könnte.

Was ist die richtige Abschwitzdecke für das Pferd?

Abschwitzdecke ist dabei nicht gleich Abschwitzdecke. Das gängigste Material bei Abschwitzdecken ist Fleece. Es ist leicht, nimmt Feuchtigkeit gut auf und transportiert diese nach außen. Dabei ist Fleece sehr luftdurchlässig. Andere Materialien, wie z.B. Jersey findet man seltener auf dem Pferdemarkt, letztendlich sind die Eigenschaften allerdings die selben.
Bei Abschwitzdecken gibt es zudem Modelle, welche Bauchgurte besitzen. Dies ist gerade nach dem Training in der Box sinnvoll, damit das Pferd die Decke beim Wälzen an Ort und Stelle behält. Abschwitzdecken ohne Bauchgurte sind wiederum beim Putzen, vor und nach dem Training sinnvoll, damit die Bauchgurte nicht im Weg hängen.

Letztendlich entscheidet vor allem die Situation (ist das Pferd bereits eingedeckt oder vielleicht sogar bereits geschoren) darüber, ob eine Abschwitzdecke sinnvoll ist, ebenso ob das Pferd stark schwitzt oder lange nachschwitzt. Falls eine Abschwitzdecke sinnvoll ist (für den Notfall sollte jeder eine im Stall haben) hält der Markt genügend Auswahl bereit, welche jedes Mode-Reiterherz höher schlagen lässt.