CeeCoach VS. WHIS Competition


Der Pferdemarkt ist voll von sinnvollen oder manchmal auch weniger sinnvollen Hilfsmitteln. Nach dem ausgiebigen Test zweier Coachingsysteme können wir bestätigen: sinnvolles Gadget. Aber welches hat nun die Nase vorn?

Kurze Vorstellung

Der CeeCoach ist wohl das bekannteste Coachingsystem auf dem Markt - auch zu verdanken den großen Kooperationspartnern, die immer fleißig Werbung machen. Der CeeCoach zeichnet sich vor allem durch seine handliche Form aus.

Im Vergleich zum CeeCoach steht das Coachingsystem von WHIS. Der niederländische Hersteller setzt dabei nicht nur auf Handlichkeit, sondern hat dieses System ausschließlich für den Gebrauch im Reitsport entwickelt.

Die Optik

Optik ist bekanntlich Geschmackssache. Während der CeeCoach mit wenigen größeren Knöpfen auskommt hat der WHIS mehrere Knöpfe, die zur Bedienung verantwortlich sind. Der CeeCoach macht dabei einen etwas runderen Eindruck, als der WHIS.

Bedienung

Durch die nur drei Knöpfe ist der CeeCoach zwar recht einfach gestaltet, zur Bedienung sind allerdings einige Tastenkombinationen notwendig. Mit einem einfachen Knopfdruck funktioniert zwar lauter und leiser, allerdings sind die Tastensperre und weitere Funktionen nur über länger gedrückt halten oder die Kombination mehrerer Knöpfe auszuführen.

Beim WHIS ist de Bedienung des Gerätes deutlich einfacher. Hier gibt es einen Knopf für an/aus, einen für lauter und leiser, sowie einen für die Stummschaltung (bei dem WHIS Competition Set). Insgesamt hat der WHIS hier die Nase deutlich vorne.

Verbindung

Sind die Sender und Empfänger einmal richtig eingestellt, so ist die Verbindung bei beiden Geräten schnell und einfach hergestellt. Einschalten, ein paar Sekunden warten und schon kann es losgehen. Auffällig ist hier, dass die Verbindung beim WHIS schneller hergestellt ist und direkt gesprochen werden kann. Beim CeeCoach ist für die Sprachfunktion des Reiters ein weiterer Tastendruck nötig.

Die Verbindung beim Reiten mit dem CeeCoach scheint vorerst stabil zu sein. Allerdings ist die Reichweite nicht so weit, wie vom Hersteller angegeben. Im Test ist die Verbindung mehrfach angebrochen, wenn der Lehrer beispielsweise am Eingang stand und der Reiter an der hinteren kurzen Seite war - und das auf einem 40 m-Platz. In unseren Augen ein No Go, denn wer mit einer stabilen Verbindung wirbt sollte diese auch sicherstellen.

Beim WHIS konnten wir die Verbindung schnell herstellen und auch halten. Der Hersteller wirbt auch mit einer problemlosen Verbindung - auch auf großen Turnierplätzen. Das können wir bestätigen. In unserem Test hatten wir keine Probleme die Verbindung zu halten. Auch ein Gespräch "ums Eck" (mit einem Gebäude dazwischen) hat zu unserem Erstaunen problemlos funktioniert.

Sprachqualität

Beide Systeme bieten bei ihren Sets eigens entwickelte Kopfhörer an. Bei dem CeeCoach sind die Kopfhörer nach dem "inear"-Prinzip und werden direkt in das Ohr gesteckt. Diese gibt es in einer speziellen Form, die das Herausrutschen verhindern soll. Im Test empfanden wir die Kopfhörer gerade im Sommer als unhygienisch. Die Ohrstöpsel sind wahre Staubmagneten und hängen schnell voll Dreck gepaart mit Schweiß. Die Sprachqualität ist ausreichend um den Lehrer zu verstehen. Während der Reitstunden im Test kam es vor, dass die Kopfhörer rutschen. Sie fallen zwar nicht direkt aus dem Ohr, allerdings hat man als Träger das Gefühl, dass diese nicht richtig sitzen und der Ton so schlechter ankommt. Das Mikrofon ist ähnlich wie bei vielen Handykopfhörern am Kabel. Dies war sehr störend, da es beim Reiten zu Reibung kommt und so Störgeräusche entstehen. Auch der Wind war beim Reiten auf dem Außenplatz sehr unangenehm.

Der WHIS setzt bei den Kopfhörern auf ein anderes System. Die Kopfhörer liegen auf dem Ohr auf und werden mit einem Bügel hinter der Ohrmuschel fixiert. Dadurch, dass die Kopfhörer nicht direkt in das Ohr gesteckt werden ist die Hygiene deutlich besser. Zudem kann das Plastik ganz einfach feucht abgewischt oder desinfiziert werden. Das Mikrofon befindet sich bei dem WHIS direkt am Kopfhörer - ähnlich wie man es von diversen Bildern aus Callcentern kennt. Nach anfänglicher Skepsis war die Begeisterung groß, denn durch die direkte Anbringung des Mikrofons am Kopfhörer werden sämtliche Reibungen und somit Störgeräusche vermieden. Das Mikrofon selber ist von einer Ummantelung geschützt, welches Windgeräusche ebenfalls vermeidet.

Zubehörteile

Bereits beim Auspacken ist hier direkt klar, welches System die Nase vorn hat. Der WHIS punktet hier mit einem stabilen mitgelieferten Koffer und zudem diversen Zubehörteilen und Ersatzkopfhörern in schwarz und silber. Da kann der CeeCoach bei weitem nicht mithalten. Hier müssen alle Zubehörteile einzeln gekauft werden.

Der Preis

Ganz nach dem Motto "ohne Moos nix los" haben die beiden Systeme natürlich ihren Preis. Es handelt sich bei beiden Systemen um Coachingsysteme, die den Komfort beim Training oder beim Abreiten auf Turnier anheben soll und kann. Der Standard CeeCoach kostet im Set mit zwei Geräten bei diversen Anbietern zwischen 210 - 260 €. Möchte man eine bessere oder aktuelle Version, dann legt man hier gerne noch etwas drauf. Das WHIS Competition Set kostet bei uns aktuell 279,00 € (Stand 02.06.2021) und zwischenzeitlich immer wieder ausverkauft, da es mittlerweile sehr beliebt ist.

Mein Fazit

Nachdem ich beide Systeme ausgiebig getestet habe liegt für mich das Coachingsystem von WHIS um mehrere Nasenlängen vorn. Die Qualität, der Komfort und das generelle Preis-Leistungs-Verhältnis sind gegenüber dem CeeCoach einfach besser.

Habt ihr Fragen zu den Systemen? Kontaktiert uns gerne per Mail oder schaut zwischendurch bei happy.horselife auf Instagram vorbei - ich habe das System auch jetzt noch im Einsatz.