Winterwehwehchen Teil 3: Mauke


In dieser aktuellen Themenreihe geht es um die "typischen Winterwehwehchen" unserer geliebten Pferde und wie man diesen am besten vorbeugen oder diese behandeln kann.
Teil 3 beschäftigt sich mit dem Thema Mauke.

Nasse Zeit = Maukezeit?

Im Herbst und Winter, wenn die nasse Jahreszeit beginnt, haben viele Pferde Probleme mit Mauke. Gerade Pferde, die ein oder mehrere weiße Beine haben, sind generell anfälliger für diese Erkrankung.

Was ist Mauke?

Mauke ist eine entzündliche Hautveränderung, die hauptsächlich in der Fesselbeuge auftritt. Typische erste Anzeichen für Mauke sind kleine Krusten. Diese wirken oft harmlos, können aber zu weiteren Problemen, wie z.B. Einschüssen oder weiterführender Mauke führen. Das erste Stadium der Mauke ist nicht für jeden zu erkennen. Die Haut wirkt gerötet, kann eine leichte Schuppenbildung vorzeigen und ist allgemein eher rissig und berührungsempfindlich. Am besten steuert man direkt bei den ersten Anzeichen dagegen.



Ursachen für Mauke

Die Ursachen für Mauke können unterschiedlich sein. In der Regel führt eine mangelnde Boden- und Stallhygiene zu Mauke. Gerade nasse Paddocks und Wiesen sind ein häufiger Auslöser für Mauke bei empfindlichen Pferden. Sind die Hufe und Fesseln der Pferde diesen eher ungünstigen Bedingungen längere Zeit ausgesetzt ohne richtig abtrocknen zu können bildet sich schnell Mauke. Ebenso ist eine gute Stallhygiene (regelmäßiges Entfernen von Pferdeäpfeln und Urinstellen) wichtig für ein gutes Stallmillieu.
Weitere Ursachen für Mauke können ein Infekt, eine Schwächung des Immunsystems, eine Pilzerkrankung oder auch Reaktionen auf Pflegemittel sein.



Erste Behandlung

Zunächst sollten die Haltungsbedingungen so gut es geht angepasst werden. Der Stall sollte sauber und trocken sein. Ein nasser Paddock sollte zumindest nicht komplett unter Wasser stehen. Vom stundenlangen Auslauf auf überfluteten oder sehr matschigen Paddocks ohne trockene Stellen sollte abgesehen werden.
Um die Maukestellen behandeln zu können sollten diese zunächst richtig gereinigt werden. Wichtig: Nicht die Krusten abknibbeln, dies führt schnell zu einem Einschuss. Sollten sich die Krusten beim Waschen ablösen ist dies allerdings nicht dramatisch. Gewaschen werden sollten die Fesselbeugen, am besten mit einer jodhaltigen und pferdegeeigneten Lösung. Das effol Hygienic Wash eignet sich beispielsweise dafür. Nach dem richtigen Abwaschen sollten die Stellen mit einem Handtuch gut getrocknet werden, bevor äußerlich die Zinksalbe, z.B. die Waldhausen Lebertran-Zinksalbe oder das praktische Zink-Salbenspray angewendet wird.



Behandlung auch von innen heraus

Um der Mauke vorzubeugen, die Haut widerstandsfähiger zu machen und das Immunsystem zu stärken hat es sich bewährt das Pferd von innen heraus zu unterstützen. Als Grundlage sollte immer ein gutes und hochwertiges Mineralfutter gegeben werden. Da das Immunsystem und der Stoffwechsel in der "dunklen Jahreszeit" allerdings auf Hochtouren läuft ist auch hier weitere Unterstützung sinnvoll.


Die Waldhausen Kieselgur wirkt sich positiv auf Haut, Fell und Horn aus. Es beugt brüchigem und sprödem Fell, sowie Hornschäden vor. Zudem macht es die Haut strapazierfähiger und stärkt die Hautbarriere. Optimal bei der Bekämpfung und Vorbeugung von Mauke.
Das Waldhausen ZinkPlus ist ebenfalls sinnvoll, denn es regt die Zellerneuerung an und wirkt sich ebenfalls positiv auf Fell, Haut und Horn aus. Zudem unterstützt Zink das Immunsystem und kann die Leistungsbereitschaft des Pferdes steigern.



Fazit

Mauke wirkt im ersten Moment wie ein kleines "Winterwehwehchen" und wird daher leider oft unterschätzt. Dabei ist es für das Pferd eine sehr unangenehme und teilweise schmerzhafte Erkrankung. Mauke kann sich zudem schnell ausbreiten und zu einem hartnäckigen Fall werden, sollte diese nicht direkt behandelt werden. Auch ein Einschuss ist oft mit Mauke einhergehend - sehr ärgerlich.